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  1. Dass Erich Wolfgang Korngolds „Tote Stadt“ zur Semperoper, genauer gesagt zur Sächsischen Staatskapelle Dresden, passen würde, war klar. Aber gleich so? Das übertraf dann doch die Erwartungen! Und dabei stand nicht mal der Spätromantiker Thielemann als musikalischer Hausherr am Pult. Dmitri Jurowski hat bei seinem Dresdner Operndebüt jedoch sämtliche (der reichlichen) Vorzüge dieses Richard-Strauss-Orchesters par excellence voll ausgespielt und geradezu ein Korngold-Orchester daraus gemacht!

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    Manuela Uhl (Marietta), Burkhard Fritz (Paul). Foto: © David Baltzer.

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  2. Die irische Regisseurin Fiona Shaw, durch die „Harry Potter“-Verfilmungen bekannt als Aunt Petunia Dursley, inszenierte in der Philharmonie Berlin Hector Berlioz’ Oratorium von der Kindheit Jesu, die geistliche Trilogie „L’enfance du Christ“ für Solisten, Chor, Orchester und Orgel aus den Jahren 1850 bis 1854. Deren – gerade verglichen mit der letzten szenischen Produktion an diesen Ort, Peter Sellars’ hinreißender Janácek-Inszenierung des „Füchslein Schlaukopf“ (vgl. nmz vom 13. 10. 2017) – äußerst karge szenische Einrichtung erreicht kaum die Wirkung einer Christmas Pantomime in einem britischen Gemeindehaus.

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    Gaspard-Félix Tournachon: Hector Berlioz (1803–1869).

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  3. Die Titelseite des Programmhefts ist voll mit hierzulande üblichen Paragraphenkürzeln. Nur mühsam lässt sich dazwischen der Name „MOSES“ buchstäblich „entziffern“. Das ist ein gelungener Einstieg in die mit „NOAH“ 2016 begonnene Zusammenarbeit von jugendlichen Migranten mit Münchner Youngstern (vgl. nmz.de/online vom 13.05.2016). Nicht nur, dass Moses in Bibel wie Koran eine Rolle spielt, da sind eine ganze Menge weiterer Parallelen zu entdecken.

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    Jugendmusiktheaterprojekt der Kinder- und Jugendabteilung der Bayerischen Staatsoper. Inszenierung: Jessica Glause. Musikalische Leitung: Benedikt Brachtel. Uraufführung am 14.12.2017. Foto: Wilfried Hösl.

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  4. Neue Musik und Musikfeatures in der Kalenderwoche 51. Schwerpunkte: Rebecca Saunders, Olga Neuwirths Raumklang-Projekt, Wilfried Krüger, Max Richter, Trio Catch und Helmut Lachenmann, Ensemble Musikfabrik, Porträt Márton Illés, Orgelfestival Kassel St. Martin, The Acousmatic Project von Thomas Gorbach, Kirsten Reese, Erwin Koch-Raphael, Friederike Kenneweg +++ Jahresrückblick Neue Musik 2017, Die Kunstschallplatten des niederländischen Sammlers Jan van Toorn, „Imaginary Landscape“ mit dem ensemble xx. jahrhundert, Arnold Schönbergs Pierrot lunaire, Glockenspiele und ihre wetterfesten Interpreten und : Lebensmodell Streichquartett.

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    Neue Musik im Radio. Foto: Hufner

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  5. Im Alter von 104 Jahren ist am 8. Dezember 2017 Erich Schulze, der langjährige Vorstandsvorsitzende und Direktor der GEMA gestorben. Der am 1. Februar 1913 in Berlin geborene Jurist war von den Alliierten des Zweiten Weltkrieges aufgrund vorangegangener fachlicher und wissenschaftlicher Tätigkeiten für das Urheberrecht mit dem Aufbau der durch Kontrollratsbeschluß Nr. 55 vom 24. August 1947 in GEMA umbenannten STAGMA beauftragt und bis 31. Dezember 1989 deren alleiniger Vorstand und Generaldirektor.

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    Mondschein. Foto: Hufner

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