taktlos - Musikmagazin des BR und der NMZ

  1. Die Wiener Sängerknaben haben Spürhunden des österreichischen Heeres geholfen, mögliche Corona-Infektionen zu erschnüffeln. Bei den rund 130 jungen Sängern und ihren Betreuern wurden nach Angaben vom Montag zunächst PCR-Tests gemacht. Die Mitglieder des weltberühmten Knabenchors mussten zudem für rund zehn Minuten Masken aufsetzen. Diese Masken wurden in einem luftdichten Behälter dem Militärhundezentrum überreicht.

    Sobald die PCR-Resultate vorliegen, dürfen die beiden Spürhunde „Fantasy Forever“ und „Piet“ die Masken beschnüffeln. Die Trefferquote der Tiere kann dann mit den offiziellen Testergebnissen abgeglichen werden.

    Die Aktion ist Teil der Ausbildung der beiden Vierbeiner, die Infektionen künftig mit ihrer feinen Nase aufspüren sollen. Österreichs Verteidigungsministerin Klaudia Tanner bedankte sich am Montag für die Zusammenarbeit der Wiener Sängerknaben mit dem Heer zur Eindämmung der Pandemie. 

    Tierische Indikatoren: Hundenasen. Foto: Hufner
  2. Die Landesregierung hat für Kulturschaffende die Frist für Anträge auf Förderungen im Veranstaltungsbereich um einen Monat auf den 15. Februar verlängert. Die Projekte müssen so geplant werden, dass sie auch in einem digitalen oder hybriden Format stattfinden können und bis spätestens 30. April anlaufen, wie Kulturminister Konrad Wolf (SPD) am Montag mitteilte. Projekte, die im März oder April beginnen, werden auch gefördert, wenn sie im Zeitraum Mai und Juni fortgesetzt werden. Die maximale Förderhöhe betrage 25.000 Euro.

    „Mit der Programmlinie „Lichtblicke“ möchten wir gezielt die Veranstaltungsbranche im Kultursektor unterstützen, die von den Maßnahmen zur Corona-Bekämpfung besonders betroffen war und noch ist“, erklärte Wolf. Mit der Förderung von Veranstaltungen entstünden Auftrittsmöglichkeiten für Künstlerinnen und Künstler sowie Aufträge für die Veranstaltungswirtschaft und die Clubs im Land.

    Kulturlandschaft. Foto: Hufner

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  3. Die Wiener Staatsoper verwandelt sich aufgrund des in Österreich erneut verlängerten Lockdowns vorübergehend in ein Museum. Staatsoperndirektor Bogdan Roscic erklärte das Haus am Ring am Montag zu einem Architekturmuseum, das wie alle anderen Ausstellungshäuser am 8. Februar wieder öffnen werde.

    In Zeiten vor der Pandemie haben laut Staatsoper bis zu 280.000 Kunstinteressierte pro Jahr das geschichtsträchtige Haus besucht. Der Eintritt soll kostenlos sein. Da zeitgleich mit der Öffnung der Museen auch der Handel wieder aufsperren darf, will Roscic auch das „neu eröffnete, architektonisch ebenfalls interessante Opernfoyer“ mit dem Shop der Staatsoper wieder öffnen.

    Wiener Staatsoper. Foto: Pixaby

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  4. Die 19 in der Allianz der Freien Künste organisierten Bundesverbände sind mit großer Sorge in das neue Jahr gestartet. Noch immer gibt es keine wirksamen Hilfen für soloselbstständige Künstler*innen in der Coronakrise – mit zum Teil irreversiblen Folgen für das kulturelle Leben in Deutschland. Die Kunst- und Kulturschaffenden sind seit Beginn der Krise stärker als nahezu alle anderen Branchen von den Folgen der Pandemie betroffen. Für die Mehrzahl der Akteur*innen ist die Ausübung ihrer Berufe seit Monaten nicht oder nur sehr stark eingeschränkt möglich.

    Neustarthilfe für Soloselbstständige: Die für Januar 2021 angekündigte Neustarthilfe für Soloselbstständige im Rahmen der Überbrückungshilfe III kann immer noch nicht beantragt werden! Zudem wird für die Mehrheit der soloselbstständigen Künstler*innen der in Aussicht gestellte pauschale Betriebskostenzuschuss aufgrund ihrer verhältnismäßig niedrigen Jahresumsätze deutlich unter 500 Euro pro Monat liegen.

    Jazzmusiker*innen. Foto: Hufner

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  5. Berlins Kultursenator Klaus Lederer (Linke) hat sich vor dem Hintergrund der anhaltenden Corona-Pandemie für weitere Einschränkungen der Wirtschaft ausgesprochen. Die aktuelle Debatte um noch konsequentere Maßnahmen als bisher sei im Grunde richtig, sagte Lederer beim Linke-Landesparteitag am Samstag in Berlin. „Ich glaube aber, Bodo Ramelow hat völlig recht, wenn er sagt, wir müssen jetzt auch die Wirtschaft herunterfahren, um die Kontakte zu reduzieren.“

    Thüringens Ministerpräsident Ramelow (Linke) hatte in der vergangenen Woche mit seiner Forderung nach einem harten Lockdown für deutlich mehr Wirtschaftsbereiche eine Diskussion ausgelöst. Lederer sagte, der ökonomische Zwang dürfe nicht schwerer wiegen als Menschenleben.

    Leeres Geschäft in Mülheim/Ruhr. Foto: Hufner

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