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  1. Man kann gegen Andrew Lloyd Webbers Musical-Fabrikation allerhand einwenden. Dass es ein kommerzorientiertes Dahinwebbern von verwechselbarer musikalischer Meterwaren ist zum Beispiel. Aber „Jesus Christ Superstar“ gehört nicht dazu. Die Rockoper bleibt ein Erfolgs-Coup, den der damals Anfang Zwanzigjährige und sein Texter Tim Rice (Basis: das Buch der Bücher) 1970 als LP und dann 1971 am New Yorker Broadway gelandet haben!

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    Jesus Christ Superstar: Tobias Bieri, Ensemble. © Nilz Böhme

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  2. Dreierlei kam an Lübecks Musikhochschule (MHL) glücklich zusammen, ein aufrüttelndes Bühnenwerk mit brillanter Musik, eine fesselnde Regiearbeit und eine qualitativ höchst niveauvolle Darbietung. Benjamin Brittens „The Rape of Lucretia“ war erarbeitet worden. Anthony Pilavachi führte Regie und hatte die Kammeroper mit den Studenten beeindruckend szenisch realisiert (Premiere: 15. Juni 2018). Die Ausführenden schließlich waren eine junge Gesangselite, die von sehr sicheren Instrumentalisten unterstützt wurden.

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    Probenfoto. (Musikhochschule Lübeck)

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  3. Na ja, aufführen kann man sie schon, diese stilistisch anachronistische Krimioper „Der Untermieter“ der englischen Komponistin Phyllis Tate (1911-1987). Und somit sind erst einmal die positiven Seiten dieser deutschen Erstaufführung am Stadttheater Bremerhaven zu nennen: der Regisseur Sam Brown und die Kostüm- und Bühnenbildnerin Julia Przedmojska haben es verstanden, für diese letzte Premiere der Spielzeit eine permanent gruselige Atmosphäre aus dem viktorianischen England herzustellen: die Bühne zeigt zeitgleich vier verschiedene Spielorte.

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    Der Untermieter (The Lodger). Foto: Heiko Sandelmann, Stadttheater Bremerhaven

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  4. Er wollte keine Ikone sein, sondern ein Mensch. Nun ist der Dirigent Gennadi Roschdestwenski verstorben. 87 Jahre und bis fast zuletzt im Dienste der Musik – die großen Meastri sterben aus.

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    Gennadi Roschdestwenski im Gespräch mit Michael Ernst. Foto: Helge Mirring

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  5. „Einen Krieg verliert man immer“ hat Leo Tolstoi so kurz wie prägnant wie entlarvend in jener Epoche festgestellt, in der George Bernard Shaw (1895) und Oscar Straus (1908) sich mit dem Thema „Helden“ auf dem Theater befasst haben. Wenn Peter Konwitschny in unseren kriegerischen Tagen die Operettenfassung interpretiert, war Besonderes zu erwarten.

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    Ann-Katrin Naidu (Aurelia), Jasmina Sakr (Mascha), Hans Gröning (Oberst Kasimir Popoff), Maximilian Mayer (Major Alexius Spiridoff), Sophie Mitterhuber (Nadina). Foto: © Christian POGO Zach

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